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Spuren einer verschwundenen Stadt

Ein Buch von Wolfram Bleis geht auf die Suche nach der Schönheit Rathenows
Von Erik Nagel

Als „wichtiges Dokument zur Stadtgeschichte" bezeichnete Bettina Götze das Buch, das Wolfram Bleis zur Rathenower Altstadt geschrieben hat.
Die Stadt Rathenow, vor allem die Altstadt, war einmal ein in sich geschlossenes Stadtgebiet mit einer ganz eigenen Atmosphäre, eigenen Läden, kleinen Gässchen. Diese Stadt gibt esv heute nicht mehr. Es sind nur noch Reste und Rudimente erhalten, die noch schwach erahnen lassen, wie lebenswert dieser Teil Rathenows einmal war. „Rathenow - Die verschwundene Stadt" heißt folgerichtig das Buch, das sich diesem Teil der Stadtgeschichte widmet. Wolfram Bleis, Architekt und Mitglied im Rathenower Heimatbund, hat es geschrieben und dafür eine Fülle an Informationengesammelt. „Die Idee ist eigentlich schon sehr alt: Die Erfahrungen aus Jahrzehnten für die Nachwelt zu erhalten und im wortwörtlichen Sinne begreifbar machen. Es ist jetzt allerhöchste Zeit dafür", so Bleis anlässlich der Präsentation des neuen Buches.
Wie drastisch die Veränderungen in Rathenow sind, hat Hans-Jürgen Wodtke, der für das Buch Karten und Stadtpläne aufgearbeitet hat, zu seinem Schrecken feststellen müssen: „Im Vergleich zur Vorkriegsbebauung waren nach dem Zweiten Weltkrieg in Rathenow nur noch 50 Prozent aller Gebäude mehr oder weniger brauchbar. Und auch nach der Wende wurde viel Schaden angerichtet." Fast kann man da von Glück spredien, dass nicht alle Pläne durchgesetzt wurden. Einem Entwurf aus den fünfziger Jah-
ren nach wären nur fünf Gebäude der Altstadt stehen geblieben. Statt dessen hätte auf der Südseite der Steinstraße ein einziger gigantischer Wohnblock gestanden: Vom Haveltor bis zur Schleusenbrücke. Das Buch basiert auf einer Ausstellung, die für die Landesgartenschau konzipiert und erarbeitet worden war. „Eigentlich sollten sie und das Buch schon früher fertiggestellt sein, aber es hat lange gedauert, ehe der Fördermittelbescheid bei uns ankam", so Wolfram Bleis. Innerhalb von sieben Monaten, ab Mai 2006, wurden dann die
Ausstellung gestaltet und das Buch fertiggestellt. Jetzt ist es für 17,50 Euro im Handel erhältlich. Für Bettina Götze, Kulturzentrumsleiterin, ist die Tatsache, dass das Buch ein Rathenower Gemeinschaftswerk ist, ein wichtiges Merkmal: „Ein Rathenower hat es geschrieben, andere Rathenower halfen bei der Gestaltung und dem Zusammentragen der Daten, und es wurde in Rathenow gedruckt." Hans-Jürgen Wodtke spricht von einem einmaligen Werk, und sowohl Wolfram Bleis als auch Bettina Götze preisen das Werk als ideales Schaumaterial
für den Geschichtsunterricht in den Schulen an.
Einer der Mitarbeiter an dem Werk, der Rathenower Geschichtsexperte Günther Thon-ke, hat dann auch schon einen weiteren Auftrag für Wolfram Bleis. Um 1930 herum wurde begonnen, die Geschichte Rathenows historisch aufzuarbeiten. Das Thema Altstadt wurde seinerzeit vollendet, das Thema Neustadt dagegen blieb unbearbeitet liegen: „Du müsstest nur beizeiten anfangen", riet Thon-ke angesichts der Fülle des Materials, das zusammen getragen werden müsste.
Quelle: BRAWO vom 28.01.2007
Foto: Nagel


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